Heilpädagogische
Frühförderung

Die heilpädagogische Förderung soll Ihr Kind in seiner Entwicklung fördern. Sie eignet sich besonders gut für Säuglinge und Kleinkinder.

Sie wendet sich an Kinder,

  • die eine schweren Erkrankung haben,
  • an sogenannte „Frühchen“,
  • die eine veränderten Wahrnehmung in allen Sinnesbereichen: Augen, Ohren, Haut usw. zeigen,
  • die ein nicht altersentsprechendes Spielverhalten zeigen, z.B. Stereotypien, ihr Spiel nie variieren und Veränderungen von außen dabei nicht zulassen,
  • die Entwicklungsverzögerungen in den Bereichen Motorik und/oder Sprache haben,
  • die Schwierigkeiten im Sozialverhalten zeigen, z.B. sehr schüchtern sind oder aber sich distanzlos, grenzenlos und aggressiv gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen verhalten,
  • die eine Behinderung haben wie z. B. Down Syndrom, Autismus oder eine Bindungsstörung

Unsere Heilpädagogische Förderung wird individuell auf Ihr Kind und seine Familie angepasst und ist bei Bedarf auch im häuslichen Umfeld möglich.

Wir erkennen und fördern, unterstützen und begleiten die Bedürfnisse Ihres Kindes und helfen Ihnen, für dieses ein Netzwerk zur weiteren umfassenden Unterstützung und Förderung aufzubauen.

Bei Beantragung der Heilpädagogischen Frühförderung unterstützen und beraten wir Sie gern. Der Antrag wird von uns aufgenommen und weitergeleitet. Hierzu kommen wir entweder zu Ihnen nach Hause, oder Sie besuchen uns in unserer Praxis. Sie entscheiden.

Nach Antragstellungen erhalten Sie eine Einladung in das Bremerhavener Gesundheitsamt zur Begutachtung Ihres Kindes durch eine Kinderärztin. Gerne begleiten wir Sie zu diesem Termin wenn Sie es wünschen. Falls Sie im Landkreis Rotenburg wohnen, finden die Begutachtungen in einem dortigen wohnortsnahen Gesundheitsamt statt.

Sollte die Begutachtung zu dem Ergebnis kommen, dass heilpädagogische Förderung stattfinden soll, erhalten Sie wenig später eine Kostenzusage des Sozialhilfeträgers und die Förderung kann beginnen.

In Einzelfällen kann die Förderung auch schon einmal vor dem Termin im Gesundheitsamt beginnen, so z.B. bei extremen Frühgeburten (siehe Frühchen-Gruppen) und Kindern mit einer diagnostizierten Behinderung.

Wie sieht die heilpädagogische Frühförderung aus?

Zuerst machen wir uns ein Bild von Ihrem Kind, beobachten es in verschiedenen Alltagssituationen wird in seinem sozialen Umfeld. Anhand dieser Beobachtungen, unserer Diagnostik und eventueller Tests durch Fachpersonal erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen Förderplan für Ihr Kind.

Spielerisch, eben so, wie Kinder lernen, beginnen wir die Arbeit mit Ihrem Kind.

Wir fördern:

  • die Bewegung und die Körperwahrnehmung,
  • die Wahrnehmung allgemein,
  • das Spiel und die Kognition,
  • die Kommunikation, aktive Sprache, Interaktion,
  • das Sozialverhalten und die emotionale Kompetenz,
  • das Selbstbewusstsein, Motivation und Neugierde.

Orientiert an den Bedürfnissen und Fähigkeiten Ihres Kindes entwickeln wir im Spiel mit ihm neue Erfahrungen. Neue Handlungsräume, Freude am Tun und Spaß am Spiel werden Ihrem Kind helfen, sich neu zu erleben und neue Fähigkeiten und Einsichten zu gewinnen.

Es soll erreicht werden, dass Ihr Kind in allen Bereichen, die ihm und Ihnen wichtig sind, möglichst eigenständig teilnehmen kann.